Instrumentallehre Elverfelder Art

Die Elverfeld-Methode ist ein vom Musikpädagogen Hannes Pohl fortlaufend (weiter)entwickelter Ansatz der Instrumentaldidaktik mit besonderem Schwerpunkt auf tiefgreifendem Verständnis von Musik anhand vernetzender Vermittlung von Gehörbildung, Harmonielehre und Instrumentalspiel. Didaktisch arbeitet die Elverfeld-Methode auf Grundlage eines konstruktivistisches Bildungsverständnisses. Ähnlich wie Parkhurst Dalton-Plan, der sich mehr als pädagogischer Impuls, denn als Methode versteht, ist auch die Elverfeld-Methode kein geschlossenes Konzept, sondern eine Perspektivsetzung aus der sich in fortlaufender Weiterentwicklung Individualkonzeptionen ergeben

Vier Säulen der Elverfelder Instrumentallehre

Kontext

In Abgrenzung zu einer weit verbreiteten Reproduktionsorientierten Ausrichtung der Instrumentallehre (Instrumentallehre = Spiel von Musikwerken), verfolgt  der Elverfelder Ansatz das Ziel Instrumentallehre ganzheitlich und Verständnisorientiert zu vermitteln. Daraus resultiert eine enge Verzahnung von Instrumentaltechnik, Methodik des Literaturspiels, Gehörbildung, Harmonielehre und (historische) Musikwissenschaft. Praxis und Theorie werden nicht als separate Phänomene sondern als einheitliches Gefüge betrachtet

vgl. hierzu: Hexagramm der Instrumentallehre [Primärrepertoire, Sekundärrepertoire, Gehörbildung, Harmonielehre, Improvisation, Komposition

Konstruktion

In Anlehnung an neurobiologische und Kognitionspsychologische Modellen des Lernprozesses, überträgt die Elverfeld-Methode Ideen aus der konstruktivistischen Didaktik auf die Musikvermittlung und löst die Kunst der „Vortragik“ ab durch eine Kunst der Impulssetzungen.

„Meine Schülerinnen und Schüler begannen zu verstehen, als ich aufhörte ihnen zu erklären, und dazu überging sie darauf vorzubereiten, es mir zu erklären.“ 

(Zitat aus „Emilias lydische Quarte“ )

Autonomie

Das übergeordnete Ziel der Instrumentallehre nach Elverfelder Art liegt in der systematischen Verüberflüssigung des Lehrenden. Lernen lernen steht daher im Zentrum der Instrumentalstunden. Schülerinnen und Schüler lernen in diesem Zuge metakognitive Strategien kennen und eignen sich Methoden effektiven Übens an (Methodikum Autodidakta).

Partizipation

Kernidee der Elverfelder Methode ist es, Instrumentallehre mit statt für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und zu gestalten. Transparenz von Methoden und Vermittlung-/Aneignungssprozess und gemeinsame inhaltliche Konzeption der Instrumentallehre sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, ihre eigenen Lernprozesse verstehen, reflektieren und beeinflussen zu können und die thematische Auslegung der Lehrstunden aktiv mitzubestimmen

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